DNF bei GlocknerMan 2017

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DNF bei GlocknerMan 2017

Starkes Rennen ohne „Happy End“ – so das Resümee meines ersten Saisonrennens.

Als Mitfavorit und Lokal- Matador startete ich am Donnerstag- Mittag als letzter in der Ultrakategorie. Warum als letzter? Am Tag davor gab es eine Ergometer- Challenge, wo man über 2 Minuten bestmöglich – ohne visuelle Anzeige – 200 Watt im Durchschnitt treffen musste. Derjenige, der am nahesten dran war, durfte am nächsten Tag als Erster starten – und die Zeit für das Rennen begann zu laufen. Dies bedeutete für mich ein Handicap gegenüber meinen Konkurrenten von 17 Minuten.

Perfektes Wetter & perfekter Start

Der Start erfolgte bei Temperaturen um 28*C im Grazer Center West. Ich fand sofort meinen „Tritt“ und konnte bereits nach 50 km den ersten ernstzunehmenden Konkurrenten überholen und auf die Restlichen Konkurrenten Plätze gut machen. Nach 317 Kilometern war die erste Timestation in Winklern erreicht. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich auf den 3. Platz vorarbeiten und der spätere Sieger Pierre Bischoff konnte bereits eingeholt werden.

Bei einer sehr gewittrigen Nacht ging es über den Kreuzberg, durch das Gailtal und das Lesachtal. Am nächsten Morgen bevor es auf den Großglockner befand ich mich bereits auf den 2. Gesamtplatz.

Zwei Mal Großglockner bei widrigsten Wetterbedingungen

Die beiden Großglockner- Auffahrten sollten nach ca. 20 Rennstunden die erste Vorentscheidung bringen. Und diese Vorentscheidung führte der spätere Sieger Pierre Bischoff höchstpersönlich herbei.

Bei der ersten Großglockner- Ankunft auf der Edelweißspitze wurde durch einsetzenden Schneeregen das Rennen selektiver. Die zweite Großglockner- Auffahrt war dann (nur noch) im Dauerregen zu absolvieren.

Zu diesem Zeitpunkt konnte Pierre gut 15 Minuten Vorsprung auf mich herausfahren und so lag ich wieder auf dem 2. Platz.

Als der Großglockner geschafft war, wechselte das Wetter wieder auf sommerliche Temperaturen und so ging es durch das Mölltal und Drautal mit meiner SCOTT Plasma- Zeitfahrmaschine auf die letzten 250 von 1000 Kilometern.

Als der drittletzte Pass (Windische Höhe) für mich überstanden war, begann mein Magen mehr und mehr zu rebellieren. So ging es auf den nächsten 150 Kilometer weiter und alles Essbare musste ich permanent erbrechen, bis ca. 100 Kilometer vor dem Ziel die Entscheidung getroffen wurde, das Rennen abzubrechen, da unter diesen Umständen die langfristige Gesundheit am Spiel stehen konnte.

Dass diese Entscheidung meines perfekten Teams die Richtige war, stellte sich am nächsten Tag heraus. Es handelte sich dabei nicht um ein „Nahrungsaufnahmeproblem“, sondern ich hatte wirklich einen Darmvirus „eingefangen“.

Auf Grund der Tatsache, dass ich zu diesem Zeitpunkt am 2. Platz und in meiner Altersklasse auf Weltmeisterkurs lag, zeigt für mich, dass das Rennen für mein Team und mich – bis dahin – perfekt verlaufen ist!

Vorbereitung für den Saisonhöhepunkt „Extreme- Race Around Austria 2017“ 

Sobald ich wieder bei Kräften sein werde, startet die Vorbereitung für das Extreme- Race Around Austria am 8. August 2017 mit dem Vorbereitungsrennen „Ultracycling3Confini“.

Start: 15. Juli 2017 – Gemona (Italien)

Facts : 540 Kilometer – 11 500 Höhenmeter

>> Fotos GM 2017  <<

 

Bis dann,

Edi