Der steirische Extremradsportler konnte seinen Saisonauftakt am vergangenen Wochenende positiv gestalten. Trotz eines leichten Virus in der Vorbereitung konnte er beim Race Around Slovenia als Dritter das Podium erreichen.
Ein Ergebnis, das aufgrund der starken Besetzung als Erfolg verbucht werden kann. Immerhin war ein Großteil der Extremradsport-Elite(exklusive Christoph Strasser) am Start.
Wie gewohnt wurde das Rennen bei idealen Wetterbedinnungen von den Favoriten auf den ersten 250 Kilometer sehr schnell gestartet. Aufgrund der Startnummernauslosung ging Fuchs bereits als fünfter um 18 22 Uhr ins Rennen, welches jedoch alles andere als ideal war. Bis auf Thomas Ratschob gingen alle Favoriten 20 bis 30 Minuten danach ins Rennen und hatten auf jeden Fall einen großen taktischen Vorteil.

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Zwischen Kilometer 230 bis 410 standen die ersten Berge am Programm. In diesem Zeitraum sanken die Temperaturen auf bis zu 2 Grad ab, eine weitere Herausforderung für den Körper. Dass diese Temperaturen für das Imunsystem nicht optimal waren, musste Edi dann nach dem höchsten Punkt des Rennens – dem Vrsic-Pass erfahren. Auf den folgenden sehr hügeligen Kilometern bis Gornja Radgona machten sich die Bronchien und zunehmende Halsschmerzen immer mehr bemerkbar. Als das Race Around Slovenia an seiner Geburtsstadt Bad Radkersburg vorbei führte, überlegte er sogar, das Rennen aufzugeben.
Zu Beginn der zweiten Nacht war Fuchs bereits auf die Plätze drei bis fünf vorgestoßen. Das Rennen kam nun in die entscheidende Phase. Im flachen Osten Sloweniens setzte starker Regen ein, welcher für die angeschlagene Gesundheit auch nicht förderlich war. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Crew alle Hände voll zu tun und schafften es, Edi wieder „auf Spur“ zu bringen. Immerhin mussten bis zu diesem Zeitpunkt einige Mitfavoriten schon frühzeitig das Rennen beenden. Damit war gut 200 Kilometer vor dem Ende der 3. Platz in greifbarer Nähe, woran sich auf den letzten selektiven Passagen auch nichts mehr änderte.
Nach einer Fahrzeit von 1 Tag 22 Stunden 39 Minuten war der Stockerlplatz perfekt. Für Fuchs zählt dieses Ergebnis anhand der schwierigen Umstände einiges: „So kaputt war ich noch selten nach einem Rennen. In der ersten Nacht war es so unfassbar kalt, das machte das Rennen brutal schwer. Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden, wäre sie perfekt gewäsen, hätte es zu mehr gereicht“, so Fuchs.

Das Race Around Slovenia zählt unbestritten zu den hochwertigsten und bestorganisiertesten Ultraradrennen, jedoch das in diesem Jahr keine Dopingkontrollen – vor allem bei den Top drei – durchgeführt wurden, ist ein Wermutstropfen!
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