Die 24h- Radtrophy in Hitzendorf bei Graz ist nun schon seit acht Jahren ein fixer Bestandteil im europäischen Ultracycling- Kalender und somit der „Saisonabschluss“ in der Szene.
Vor acht Jahren wurde die Kainachtal Trophy vom selbst aktiven Ultraradler Thomas Jaklitsch ins Leben gerufen. Bei der zweiten Auflage 2007 feierte Edi genau dort sein Debut in der Ultra-Szene.
Seit 2010 findet das Event auf einer selektiven 3,8 Kilometer- Runde statt. Dass mittlerweile fast alle Startplätze in den diversen Kategorien (Solo, 2er und 4er Teams) ausgebucht waren, spricht für das OK- Team rund um Thomas Jaklitsch, der das Event auch als Benefizveranstaltung deklariert.
Nach über zwei Monaten nach dem Jahreshöhepunkt – dem Race Across America – fiel im heurigen Jahr wieder die Entscheidung, beim 24h- Solorennen an den Start zu gehen und damit die Saison ausklingen zu lassen.
Nach dem RAAM im heurigen Jahr war sicherlich die Herausforderung, das Training wieder so zu gestalten, dass die Konkurrenzfähigkeit gegeben war. „In den Wochen nach dem RAAM konnte ich zwar locker trainieren, aber erst in den letzten zwei Wochen war es möglich, ein qualitatives Training zu absolvieren. Ich wusste, dass ich nicht mehr die Form hatte, wie ich sie gerne gehabt hätte. Aber für das mache ich zu gerne diesen Sport, um dieses Rennen sausen zu lassen,“ so Edi.
Samstag 10 30 Uhr erfolgte der Start und die Besetzung konnte sich auf jeden Fall sehen lassen. Dementsprechend flott ging das Rennen auch in den ersten Stunden los. Der Rhythmus war schnell gefunden, die Nahrungsaufnahme funktionierte und bis zur vierten Rennstunde lief alles nach Plan. Jedoch ab diesem Zeitpunkt machten Edi mehr und mehr die Verdauungsprobleme zu schaffen, mit denen er die Tage davor zu kämpfen hatte. Trotz optimaler Nahrungsaufnahme fühlte sich der Körper immer schwächer. Dadurch konnte er die Spitze des Rennens, die mittlerweile auf zwei Fahrern geschrumpft war, nicht mehr halten.
Ab diesem Zeitpunkt war nicht nur der Körper gefordert, sondern fast mehr der Geist, denn Edi verlor Platz um Platz.
Nach Halbzeit des Rennens stellte sich aber Besserung ein, sodass in den verbleibenden neun Rennstunden wieder der gewohnte Tritt gefunden werden konnte. Jedoch war zu diesem Zeitpunkt das Rennen um einen Stockerlplatz bereits gelaufen.
Nach 24 Rennstunden, 190 Runden, 731 Kilometern und fast 7 500 Höhenmetern reichte es noch zu Platz 4. „Diese Platzierung ist für mich auf jeden Fall eine gewonnene Platzierung, immerhin kämpfte ich stundenlang gegen die Aufgabe des Rennens.“
Hauptverantwortlich für das Erreichen des Ziels ist sicherlich seine Partnerin Sabine, die ihn dabei bestens betreute sowie die Nahrung in flüssiger Form – natürlich von Headstart und All In®.
Somit war dies der letzte Bewerb in dieser Saison und die nächsten Wochen werden voll und ganz im Zeichen der Regeneration stehen.
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