Gelungene Premiere beim längsten Radrennen der Welt – das „Red Bull Trans Siberian Extreme“

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Gelungene Premiere beim längsten Radrennen der Welt – das „Red Bull Trans Siberian Extreme“


Bei der ersten Auflage beteiligten sich zehn Athleten an diesem Rennabenteuer. Auf der Route von Moskau nach Wladiwostok entlang der Transsibirischen Eisenbahn mussten sie innerhalb von 23 Tagen 58.000 Höhenmeter, sieben Zeitzonen und vier Klimazonen in Etappen zwischen 285 und 1342 Kilometer überwinden.
„Extrem hohe Temperaturunterschiede, starker Wind und Nässe waren für alle Athleten sehr herausfordernd. Aber die Anstrengungen sind vergessen. Was bleibt, sind die imposanten Eindrücke von Land und den sportbegeisterten Menschen. Aber auch das einzigartige Sportkonzept, dass es erst einmal zu toppen gilt, hat überzeugt“, fasst Eduard Fuchs zusammen.

Eine persönliche Zusammenfassung von Eduard Fuchs:

Etappe: Moskau – Kostroma
338 km, 9 Std. 11 Min.

© Red Bull Media House - Mittwoch 15. Juli 2015 – Start vor dem Roten Platz um 06 30 Uhr
© Red Bull Media House – Mittwoch 15. Juli 2015 – Start vor dem Roten Platz um 06 30 Uhr

15*C und blauer Himmel lassen uns in unser Abenteuer „Red Bull Trans Siberian Extreme“ starten. Niemand von uns 10 Teilnehmern kann bislang erahnen, was auf uns zukommen und wie das Rennen bestritten wird.
Unter Polizeischutz fahren wir nördlich aus Moskau heraus. Bereits nach 40 Kilometern attakiert der Belgier Kristof Allegaert, der Engländer Steve Harvey fährt hinterher – somit war das Rennen eröffnet!
Einige Kilometer später schließe ich zu den Führungsduo auf und bin überrascht, dass bereits jetzt so ein hohes Tempo angeschlagen wird. Immerhin sind es noch über 9000 KM nach Wladiwostok und es wird sicherlich noch genug Möglichkeiten geben, das Rennen zu entscheiden.
Bei Halbzeit der Etappe haben wir über 10 Minuten Vorsprung auf die 2er- Teams, die uns erst nach 200 Kilometern einholen und auf den letzten 50 Kilometer das Rennen noch einmal richtig hart machen.
Nach 9 Stunden 11 Minuten und 37 Durchschnittsgeschwindigkeit erreiche ich hinter den Duos mit 6 Minuten Vorsprung auf Steve Harvey als Etappensieger Kostroma.

© Red Bull Media House - Starker Verkehr nach Kostroma
© Red Bull Media House – Starker Verkehr nach Kostroma

 

 

 

 

 

 

 

2. Etappe: Kostroma – Perm
1094 km, 44 Std.

Bereits vor der Etappe wird von der Rennleitung verkündet, das auf dieser Etappe der schlechteste Straßenzustand herschen wird und nachwievor sehr starker Transitverkehr herschen wird. Und so war es auch.

Nach gut 250 Rennkilometern gab es zum ersten Mal einen guten Straßenzustand. Nicht nur dies ist die erste Herausforderung der Etappe, sondern auch die ersten Knieschmerzen, die mich vom Start weg plagen. Anscheinend habe ich mir auf der ersten Etappe bei den kühlen Temperaturen und zwischenzeitlichen Regenschauern – vor allem im rechten Oberschenkelmuskel – eine Verkühlung eingefangen. Nach der Halbzeit wird der Schmerz im rechten Knie immer schlimmer bis ich nach zwei Drittel der Etappe für erste Behandlungen vom Rad steige. Nach einer Untersuchung durch den offiziellen Arzt wird eine Entzündung des Seitenbandes festgestellt und eine Pflichtpause verordnet. Die wiederkehrenden Schmerzen machen zunehmend das Radfahren unmöglich. Somt beende ich vorzeitig die Etappe und werde mit einer dementsprechenden Strafzeit gewertet.
Am Etappenort in Perm ist jetzt mein betreuender Therapeut Harald Wally mehr als gefordert, denn eine Rückreise nach Moskau möchte ich auf keinen Fall antreten.

3. Etappe: Perm – Ekaterinburg
355 km, 10 Std. 34 Min.

Dies ist die Etappe über dem Ural- Gebirge inklusive sehr starken LKW- Verkehr. Vor dem Etappenstart verpasste mir Harald noch eine Therapie und einen Tape- Verband, und so geht es zum Etappenstart.

© Red Bull Media House - Startzeremonie in Perm
© Red Bull Media House – Startzeremonie in Perm

 

 

 

 

 

 

 

Kaum abzuwarten ist für mich wie sich die ersten Pedalumdrehungen anfühlen werden, da ich zu diesem Zeitpunkt kaum Knieschmerzen spürte.
Dass die sehr hügelige Etappe über dem Ural sicherlich eine große Herausforderung dastellen wird, ist mir klar. Dadurch versuche ich möglichst ökonomisch und ohne Risiko mit der Gruppe die Etappe zu „überstehen“. Als ich auf dem letzten Etappenkilometer die Chance zum Etappensieg sehe, vergesse ich jeden Schmerz und nutze die Chance. Etappensieg Nr. 2 – Comeback gelungen!

© Red Bull Media House - Zieleinlauf in Ekaterinburg
© Red Bull Media House – Zieleinlauf in Ekaterinburg
© Red Bull Media House - über den Ural
© Red Bull Media House – über den Ural

 

 

 

 

 

 

 

4. Etappe: Ekaterinburg – Omsk
945 km, 32 Std. 5 Min.

Man merkt bereits, dass wir im asiatischen Teil Russlands sind: Sehr guter Straßenbelag und dementsprechend hoch ist auch die Durchschnittsgeschwindigkeit.

© Red Bull Media House - Start in Ekaterinburg
© Red Bull Media House – Start in Ekaterinburg

Die Etappe nach Omsk ist flach und sehr dünn besiedelt. Nach 340 Kilometer – die wir unter 9 Stunden absolvieren – erreichen wir die Großstadt Tyumen. Mit Steve bilde ich zu diesem Zeitpunkt die Spitze des Rennens. Nachdem wir rechts nach Omsk abbiegen, sehen wir das Straßenschild: OMSK 600 KM.
Zu zweit nehmen wir die letzten 600 Kilometer in Angriff – jedoch die letzten 300 Kilometer werden zur Tortur – gefühlte 200 Kilometer Baustellen, starker LKW- Verkehr, Schotterpisten, Staub und Abgase erschweren das Vorankommen massiv.

 

© Red Bull Media House
© Red Bull Media House

Bis zu diesem Zeitpunkt kann ich wieder schmerzfrei unterwegs sein, jedoch auf den letzten 200 Kilometern muss ich einige Male für Kurzbehandlungen anhalten. Auf den letzten 100 Kilometer rette ich mich mit Schmerzen im rechten Knie ins Etappenziel und kann nach 945 Kilometer knapp vor Steve die Etappe wieder für mich entscheiden.

 

 

5. Etappe: Omsk – Barabinsk
345 km, 11 Std. 27 Min.

345 Kilometer durch die sibirische Tiefebene. Flach, eintönig, gute Straßen und sehr starker Verkehr. Dies die Eckdaten dieser Etappe. Nach 11 Stunden und 27 Minuten beenden alle Solofahrer durch eine Sprintentscheidung die Etappe.

Nach dieser Etappe ist die erste von vier Nichthotel- Unterkünfte angesagt. In einer Polizeiunterkunft direkt an der Transibirischen Eisenbahn versucht man bestmöglich die Nachtruhe zu gestalten.

Unterkunft in Barabinsk
Unterkunft in Barabinsk

 

 

 

 

 

 

 

6. Etappe: Barabinsk – Novosibirsk
283 km, 8 Std. 52 Min.

Die kürzeste Etappe des Rennens ist alles anderes als die einfachste. Starker Gegenwind, starker Verkehr und viele Baustellen erschweren die Etappe. Nach 283 Kilometer kann ich vor den Toren Novosibirsk die Etappe im Sprint für mich entscheiden.
Das positivste nach dieser Etappe war sicherlich das ich nach meinen Kniebeschwerden wieder schmerzfrei Radfahren konnte. Diesen Umstand kann ich sicherlich meinen Therapeuten Harald Wally und den Qi- Quant- Produkten – die meine Regeneration sehr positiv förderten – zuschreiben.

Etappensieg auf der "kürzesten" Etappe
Etappensieg auf der „kürzesten“ Etappe

 

 

 

 

 

 

 

7. Etappe: Novosibirsk – Krasnoyarsk
789 km, 23 Std. 17 Min.

Start zur 7. Etappe in Novosibirsk
Start zur 7. Etappe in Novosibirsk

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer erholsamen Nacht inklusive hervorragenden Essen im Marriott- Hotel starten wir um 13 Uhr die Etappe nach Krasnoyarsk. Durch ideale Windverhältnisse wird die Etappe – vor allem auf den ersten 300 Kilometer zur Hochgeschwindigkeits- Etappe mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit bis zu 40 km/h. Somit fällt nach 550 Rennkilometern die Vorentscheidung und keiner der Solofahrer kann Kristof Allegaert folgen.

© Red Bull Media House
© Red Bull Media House

 

 

 

 

 

 

 

Ich kämpfe mich auf den letzten 240 Kilometer bei teilweise starken Wind und Regen ins Ziel und kann 20 Minuten hinter Kristof als zweiter die Etappe beenden.

8. Etappe: Krasnoyarsk – Tulun
668 km, 23 Std. 35 Min.

© Red Bull Media House - Start in Krasnoyarsk
© Red Bull Media House – Start in Krasnoyarsk

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Verlassen des Etappenortes kommt bei mir so etwas wie Aufatmen auf. Anscheinend haben wir den Teil des Rennens mit starken Verkehr hinter uns gelassen und die Landschaft wird hügeliger und abwechslungsreicher. In den ersten Rennstunden habe ich noch sehr großen Kalorien- Nachholbedarf. Anscheinend hat mich die vorherige Etappe durch die Kälte einiges an Substanz gekostet. Mit meinen Produkten von Headstart und allin© kann ich nach 300 Kilometer wieder die gewohnte Leistung bringen.
Nach einem imposanten Sonnenaufgang ist der Kampf um den Etappensieg wieder einmal eröffnet und Kristof macht sich wieder allen auf und davon. Erschwert werden wieder einmal die letzten 150 Rennkilometer durch unzählige Baustellen und sehr starken Gegenwind.

Morgens auf dem Weg nach Tulun
Morgens auf dem Weg nach Tulun
Pizza vom OK-Team im Ziel
Pizza vom OK-Team im Ziel

 

 

 

 

 

 

 

Somit erreiche ich als zweiter den Etappenort Tulun, wo wir unsere Unterkunft in einem russischen Sportzentrum beziehen.

9. Etappe: Tulun – Irkutsk

© Red Bull Media House
© Red Bull Media House

377 km, 11 Std. 32 Min.

Nach den vergangenen zwei harten Etappen will auf dieser Etappe niemand das Rennen unnötig schwer machen. Somit bleibt die Gruppe bis 10 Kilometer vor dem Ziel zusammen und auf den letzten Kilometern wird um den Etappensieg gekämpft. Nach 377 Kilometer überquere ich als 4. das Etappenziel.

 

10. Etappe: Irkutsk – Ulan-Ude
442 km, 14 Std.

© Red Bull Media House - Die Abfahrt zum Baikal See
© Red Bull Media House – Die Abfahrt zum Baikal See

Diese Etappe ist sicherlich einer der Höhepunkte des Rennens.
Nach dem Start im Zentrum von Irkutsk geht es auf den ersten 100 Kilometern über das Baikal- Gebirge – bis zu 10 Kilometer lange Anstiege bei über 600 Meter Höhenunterschied. Nach einer langen Abfahrt eröffnet sich eine neue Welt – der tiefste und älteste Süßwassersee der Erde – der Baikal- See.  Auf den nächsten 250 Kilometer geht es dem Südufer entlang, wo erst einigermaßen die Größe des Sees erkenbar wird.
In Ulan-Ude wird die Etappe durch eine Sprintentscheidung entschieden, die ich wieder einmal für mich entscheiden kann.

11. Etappe: Ulan-Ude – Chita
661 km, 22 Std. 26 Min.

Um 12 Uhr mittags wird bei großem Medienrummel und offizieller Zeremonie seitens der Stadt die 11. Etappe gestartet. Wieder einmal wird klar, welchen Stellenwert dieses Rennen bereits in Russland hat und wie diesem dementsprechend viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Bei windigen +35*C starten wir die Etappe. Nachdem wir in der Nacht davor erst Ulan-Ude erreichten, können wir erst jetzt die veränderte Landschaft bestaunen. Ulan-Ude – das Buddhistische Zentrum Russlands – liegt an der Grenze zur Mongolei mit Steppengebiet.

© Red Bull Media House
© Red Bull Media House
© Red Bull Media House
© Red Bull Media House

 

 

 

 

 

 

 

Auf der sehr hügeligen Etappe nach Chita wird es dann in der Nacht unglaublich kalt. Auf nur +2*C fällt das Thermometer. Aber nach Sonnenaufgang steigen die Temperaturen sehr schnell wieder auf über +30*C. Dieser Umstand beschert mir auf den letzten 100 Kilometern große Kreislaufprobleme, sodass ich das Tempo von Kristof Allegaert nicht mitgehen kann. Mit 30 Minuten Rückstand beende ich körperlich angeschlagen die Etappe auf dem 2. Platz.

12. Etappe: Chita – Svobodny
1342 km, 56 Std. 32 Min.

Nach 6000 Kilometern so eine Etappe in Angriff zu nehmen übersteigt jede Vorstellung! Ist dies überhaupt in der vorgesehen Zeit realisierbar? Wie wird der Körper mit dieser Belastung zurecht kommen? Immerhin sind die fast 1400 Kilometer auch noch mit 12 000 Höhenmeter gespickt.
Nach dem Start verlassen wir nicht nur Chita sondern auch die „Zivilisation“, denn die nächste größere Stadt ist fast 2200 Kilometer entfernt. Durch unendliche Steppengebiete und permanente Anstiege führt das erste Drittel der Etappe.
Nach gut 12 Rennstunden zerteilt sich endgültig das komplette Starterfeld, und jeder Solostarter kämpft sich alleine durch die Etappe. Diese Situation ist mir nicht unrecht, da ich aufgrund meiner Kreislaufprobleme vom Vortag mein eigenes Tempo anschlagen kann. Nachdem es bei Halbzeit der Etappe wieder sehr heiß wird, muss ich meine ganzen Erfahrungen aus früheren Rennen einsetzen, um mit der Hitze zu Recht zu kommen.

Sonnenaufgang im Amur- Gebiet
Sonnenaufgang im Amur- Gebiet

 

 

 

 

 

 

 

Als die zweite Nacht beginnt, kann ich wieder meinen gewohnten Rhythmus fahren und mein Körper funktioniert wieder zu 100%. Nach einer kurzen Schlafpause in der zweiten Nacht werden dann aber doch noch die letzten 300 Kilometer zu Tortur. Starker Gegenwind lässt nicht mehr als 25km/h Durchschnittsgeschwindigkeit bis ins Ziel zu. Nach über 56 Rennstunden kann ich diese Monsteretappe auf dem 2. Platz beenden. Somit geht es ins Sportzentrum in Svobodny, wo bereits Großraumzimmer für 20 Personen warten.

13. Etappe: Svobodny – Oblutchie
422 km, 18 Std. 33 Min.

Dieser Tag beginnt für mich auf der Toilette. Offensichtlich habe ich mir am Vortag einen Darmvirus eingefangen. Nicht nur dies, sondern auch sehr starker Gegenwind sind die Herausforderungen dieser Etappe. In den ersten Rennstunden können wir nur 20 – 22 Kilometer pro Stunde abspulen. Ebenso wird die Fahrt durch einige Toiletten-Pausen unterbrochen. Erst in den Abendstunden bessert sich die Windsituation und alle Solofahrer können gemeinsam nach 18 Stunden und 33 Minuten das Ziel in Oblutchie erreichen. Danach geht es in eine Internatsunterkunft mit fliessendem Kaltwasser. Bevor ich die verbleibenden 90 Minuten zum Schlaf nutze, versuche ich noch durch einen „echten“ russischen Vodka meinen Darmvirus zu besiegen.

14. Etappe: Oblutchie – Khabarovsk
344 km, 14 Std. 18 Min.

Als ich nach der kurzen Schlafpause aufwache, ist mein erstes Gefühl – der Vodka dürfte seine Wirkung erzielt haben. Kurz nach dem Start muss ich zwar noch einmal einen Toilettenstop einlegen, jedoch dies ist der letzte dieser Art. Nach dieser Etappe erreichen wir endlich wieder „Zivilisation“. Durch unendliche Feuchtgebiete führt dieser 344 Kilometer- Abschnitt. Zur immer größeren Herausforderung wird nun dabei die große Anzahl von Gelsen, Steckmücken und Fliegen. Leider muss ich auf dieser Etappe erkennen, dass mir der Darmvirus doch einiges an Substanz gekostet hat. Daher muss ich nach dem ersten Drittel Kristof Allegaert und Denis Madjara ziehen lassen und beende die Etappe gemeinsam mit Steve an dritter Stelle.

15. Etappe: Khabarovsk – Vladivostok
710 km, 27 Std.

Die vergangene Nacht können wir nach vier Tagen wieder einmal in einem Hotel verbringen. Dementsprechend erholt starte ich in die letzte Etappe. Auf diesen letzten 710 Kilometer wird uns noch einmal alles abverlangt. Vor allem in der ersten Rennhälfte gibt es sehr viele Baustellen und Straßen mit sehr schlechtem Belag. Während der Nacht gilt es auch, die bisher längste Schotterpiste mit 10 Kilometern zu passieren. Nach 80 Rennkilometer zerteilt sich durch eine Tempoverschärfung über eine Baustelle vom Belgier Kristof Allegaert wieder einmal das komplette Starterfeld.

© Red Bull Media House - noch einmal wird auf Baustellen Mensch und Material alles abverlangt
© Red Bull Media House – noch einmal wird auf Baustellen Mensch und Material alles abverlangt

Damit kämpft sich danach wieder jeder Solostarter einzeln ins Ziel. Auf den letzten 200 Kilometern kann man schon den Pazifik „riechen“, jedoch die Temperaturen steigen erneut auf + 38*C. Noch einmal sind 100% Einsatz angesagt! Um 15:17 Uhr erreiche ich als zweiter das Etappenziel und kann mich ebenfalls als Zweitplatzierten des „Red Bull Trans Siberian 2015“ feiern lassen.

 

 

 

 

Gesamtranking 2015 – Solo Kategorie:
1. Platz – Kristof Allegaert (BEL) – 318h57m30s
2. Platz – Eduard Fuchs (AUT) – 331h52m13s
3. Platz – Steve Harvey (UK) – 337h35m49s
4. Platz – Denis Madjara (RUS) – 399h11m43s

Mein persönliches Resümee:

  • Im Vorfeld gab es von sehr vielen Seiten sehr kritische Stimmen bezüglich der Umsetzung, Durchführung und der Sicherheit für uns Teilnehmer in Russland.
  • Im Nachhinein hat sich alles als unbegründet herausgestellt, nicht zuletzt auch der Tatsache geschuldet, dass sicherlich in unserer Öffentlichkeit Russland großteils anders dargestellt wird, wie es wirklich ist.
  • Das weltweit einzigartige Sportkonzept hat auch in der Praxis funktioniert und ich bin stolz, bei der Umsetzung dabei gewesen zu sein.
  • Einzigartig ist auf jeden Fall auch das Organisationsteam. Gegenüber anderen Ultraradrennen unterstützt das Organisationsteam die Sportler zu jeder Tages- und Nachtzeit.
  • Wer glaubt, dass dieses Rennen einer Brevet- Veranstaltung gleicht,  der irrt!  Bereits ab der ersten Etappe hat sich das Rennen als beinhartes Radrennen herausgestellt, denn in jeder Etappe wurde knallhart um den Etappensiegt gekämpft und das Gesamtranking war heiß umkämpft.
  • Bei dieser Art von Rennen konnte ich nicht nur meine Erfahrungen als Ultraradfahrer einsetzten, sondern auch meine Erfahrungen aus meiner früheren „Rennfahrerzeit“ waren Goldes wert.
  • Es war mehr Radrennen als Abenteuer!

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