Tortour Schweiz – Rennabbruch nach Sturz

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Tortour Schweiz – Rennabbruch nach Sturz

1 000 km – 14 000 Höhenmeter – „rund um die Schweiz“ – das war die 10. Austragung der „Tortour Swiss 2018“. Und der Name Tortour hat sich bei meiner ersten Teilnahme leider auch bewahrheitet!

Nicht umsonst ist die Schweizer Tortour für ein präzises Event bekannt. Immerhin wurden 600 Athleten und mindestens dreimal so viele Betreuer durch dieses Event reibungslos “geschleust”!

Bei hochsommerlichen Temperaturen erfolgte am Donnerstagnachmittag (16. Aug. 2018) am Rheinfall in Schaffhausen der Start zum Prolog (1000 Meter Bergsprint). Dieser diente vor allem dazu, die Startreihenfolge für das „eigentliche“ Rennen festzulegen.

Danach stand meine Startzeit mit 00:43 Uhr (Freitag 17. Aug. 2018) fest und ich konnte in aussichtsreicher Position für ein Top- Ergebnis ins Rennen gehen.

Unmittelbar nach dem Start wurden aber meine Ziele in Frage gestellt. In einer Bergabpassage fiel kurzeitig die Radbeleuchtung aus. Beim Versuch dieses wieder einzuschalten, geriet ich in der Finsternis in ein Schlagloch und kam dadurch zu Sturz.

Obwohl der Radhelm zertrümmert wurde, war das erste Resümee, dass nichts gebrochen war. Nach gut 15 Minuten und mit Schmerzen im Schulter und Armbereich setzte ich das Rennen fort.

Auf den ersten 190 Rennkilometern konnte ich mit den Schmerzen durch die Prellungen recht gut umgehen, da die Strecke flach war und ich ein gleichmäßiges Tempo mit meinem SCOTT Plasma anschlagen konnte. In dieser Phase konnte ich mich bis ins erste Drittel der Teilnehmer wieder nach vorne arbeiten.

Danach begannen die ersten Steigungen und Pässe. Ab diesem Zeitpunkt aber merkte ich, dass ein Bergauffahren kaum möglich war. Ebenso war bei den Abfahrten kein sicheres und effektives Vorankommen mehr möglich.

Somit entschieden wir uns, aus diesen Gründen das Rennen vorzeitig zu beenden, da zu diesem Zeitpunkt auch nicht vollkommen abgeklärt war, welche Verletzungen ich wirklich davongetragen hatte.

Die Tortour war mein letztes geplantes Rennen für 2018. Bevor die Planungen für 2019 beginnen, steht für mich jetzt die Genesung und Erholung im Vordergrund.